MRT mit Zahnimplantaten – ist das in Barcelona möglich?
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein modernes diagnostisches Verfahren, das auf der Einwirkung eines starken Magnetfelds auf den menschlichen Körper basiert. Die Frage der Verträglichkeit dieser Untersuchung mit dem Vorhandensein von Zahnimplantaten beschäftigt viele Patienten in Barcelona. Im Jahr 2026 können wir, gestützt auf die Protokolle der Spanischen Agentur für Arzneimittel und Medizinprodukte (AEMPS) und die Empfehlungen des Katalanischen Rates der Zahnärztekammern (Consell de Col·legis de Dentistes de Catalunya), eine klare Antwort geben: Das Vorhandensein hochwertiger moderner Implantate ist kein Hindernis für eine MRT, erfordert jedoch die Information von Patient und Arzt.
Was ist MRT und wie interagiert es mit Metallen?
Ein MRT-Gerät erzeugt ein Magnetfeld hoher Intensität – in diagnostischen Zentren in Barcelona werden Tomographen mit einer Stärke von 1,5 Tesla (Standard) und 3 Tesla (Hochfeld) verwendet. Dieses Feld bewirkt, dass sich die Wasserstoffatome im menschlichen Körper auf eine bestimmte Weise ausrichten, was detaillierte Bilder von Weichteilen ermöglicht. Das Magnetfeld interagiert jedoch mit Metallen. Alle Metalle werden in drei Typen unterteilt: ferromagnetische (Eisen, Nickel, Kobalt) – werden stark angezogen, können sich erwärmen und bewegen; paramagnetische (Titan, Aluminium) – schwache Wechselwirkung, sicher; diamagnetische (Gold, Kupfer, Zirkon) – werden vom Feld abgestoßen, völlig sicher. Diese Einteilung ist die Grundlage aller Sicherheitsprotokolle.
Bei wem tritt das Problem auf und warum?
Das Problem einer potenziellen Inkompatibilität zwischen MRT und dentalen Strukturen kann bei jedem Patienten auftreten, unabhängig von Geschlecht und Alter, wenn er Konstruktionen aus ferromagnetischen Materialien trägt. Zur Risikogruppe gehören Personen mit alten Metallkronen aus Kobalt-Chrom- und Nickel-Chrom-Legierungen sowie Patienten, denen vor langer Zeit Implantate eingesetzt wurden und das Material unbekannt ist. In Barcelona, wo der Medizintourismus hoch ist, gibt es häufig Patienten mit Implantaten, die in anderen Ländern eingesetzt wurden, und Informationen über das Material können fehlen. Dies ist der Hauptgrund, warum eine vorherige Diagnostik und Beratung erforderlich sind.
Ist eine MRT mit Zahnimplantaten in Spanien erlaubt?
Ja, sie ist erlaubt. Nach den Protokollen des spanischen Gesundheitsministeriums von 2026 ist das Vorhandensein von Zahnimplantaten keine absolute Kontraindikation. Moderne Implantate, die in Kliniken in Barcelona eingesetzt werden (wie Nobel Biocare, Straumann, Dentsply Sirona, Mozo-Grau, Klockner), werden aus medizinischem Titan Grade 4 oder aus der Legierung Ti-6Al-4V hergestellt. Titan gehört zu den Paramagnetika. Es wird nicht vom Magneten angezogen, erwärmt sich nicht im MRT-Feld und birgt dank vollständiger Osseointegration – der Verschmelzung mit dem Knochengewebe – kein Risiko einer Verschiebung. Patienten mit Titanimplantaten können sich einer MRT jeder Region unterziehen, einschließlich Kopf und Hals.
Symptome und Diagnostik: Wie erkennt man, ob das Implantat sicher ist?
Es gibt keine spezifischen "Symptome" einer Inkompatibilität – das Problem wird erst beim Versuch einer MRT oder bei der Anamneseerhebung entdeckt. Die Sicherheitsdiagnostik umfasst mehrere Schritte. Erstens, die Untersuchung der Dokumentation: Jedes Qualitätsimplantat besitzt ein Zertifikat und einen Pass, in dem das Material angegeben ist. Zweitens, die Konsultation mit dem Chirurg-Implantologen, der die Struktur eingesetzt hat. Drittens, in komplexen Fällen kann eine Röntgenuntersuchung erforderlich sein, um das Material anhand seiner Dichte zu identifizieren. In Barcelona existiert das System der gemeinsamen digitalen Krankenakte Kataloniens (Historia Clínica Compartida de Cataluña), das es Ärzten ermöglicht, schnell Informationen über eingesetzte Implantate zu erhalten.
Kann man eine MRT mit Zahnkronen machen? Mit Metallkronen
Die Situation bei Metallkronen ist komplexer. Besteht die Krone aus einer Kobalt-Chrom- oder Nickel-Chrom-Legierung (Ferromagnetika), können bei einer MRT des Gehirns oder Halses zwei negative Effekte auftreten. Erstens, die Erwärmung der Krone, die zu Verbrennungen des Zahnfleischs oder der Zahnpulpa führen kann. Zweitens, erhebliche Artefakte (Verzerrungen) im Bild, die die Untersuchung nicht aussagekräftig machen. In solchen Fällen empfehlen die spanischen Protokolle entweder, die Kronen vor der Untersuchung zu entfernen (falls möglich und mit dem Zahnarzt abgestimmt) oder eine alternative diagnostische Methode zu wählen, wie die Computertomographie (CT).
Mit Metallkeramikkronen
Metallkeramikkronen haben ein dünnes Metallgerüst (meist aus denselben Kobalt-Chrom-Legierungen), das mit Keramik verblendet ist. Die Metallmasse ist hier gering. Laut Studien der Universität Barcelona (UB) aus dem Jahr 2025 stellt Metallkeramik kein kritisches Gesundheitsrisiko dar und ist in der Regel keine Kontraindikation für die MRT. Sie kann jedoch lokale Artefakte in Bildern des Kiefer- und Gesichtsbereichs verursachen. Daher ist es vor der Untersuchung notwendig, den Radiologen über das Vorhandensein solcher Kronen zu informieren – der Spezialist wird das Scan-Protokoll anpassen, um Störungen zu minimieren.
Kann man eine MRT machen, wenn man einen Stift im Zahn hat?
Zahnstifte sind ebenfalls selten ein Problem. Moderne Stifte gibt es in drei Arten: Glasfaserstifte (vollständig unmagnetisch, sicher), Titanstifte (paramagnetisch, sicher) und metallische Verankerungsstifte (Messing, Edelstahl – können ferromagnetisch sein). Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres Gewichts ist das Risiko einer Verschiebung oder Erwärmung minimal, aber sie können kleine Artefakte verursachen. Patienten mit älteren Metallstiften wird empfohlen, vor einer MRT ihren Zahnarzt und Radiologen zu konsultieren.
Behandlung und Prävention: Was tun, wenn eine MRT notwendig ist?
Wenn bei Ihnen eine MRT verordnet wurde und Sie metallische Strukturen im Mund haben, ist der Handlungsablauf einfach. Erster Schritt – kontaktieren Sie Ihren Zahnarzt in der Klinik Korona Dental in Barcelona, um die Materialien Ihrer Implantate, Kronen oder Stifte zu bestätigen. Zweiter Schritt – informieren Sie den Radiologen bei der Terminvereinbarung zur MRT vollständig. Dritter Schritt – wenn Sie ferromagnetische Materialien haben und eine Untersuchung des Kopfes oder Halses benötigen, besprechen Sie die Möglichkeit einer alternativen Diagnostik (CT), die kein Magnetfeld verwendet. Die Vorbeugung von Problemen besteht im Einsetzen moderner Implantate und Kronen aus Titan und Zirkondioxid mit dem obligatorischen Erhalt der Dokumentation, was besonders für ausländische Patienten in Barcelona wichtig ist.
Arten und Lokalisation: Welche MRT-Bereiche sind am empfindlichsten?
Die Lokalisation der Untersuchung ist von Bedeutung. MRT der Extremitäten, des Abdomens oder des Thorax können praktisch ohne Einschränkungen durchgeführt werden, selbst bei Vorhandensein ferromagnetischer Kronen – der Abstand vom Untersuchungsbereich zum Mund ist groß und der Feldeinfluss minimal. Die größten Risiken und Probleme mit der Bildqualität treten bei MRT des Gehirns, der Hypophyse, der Halswirbelsäule und der Kiefer- und Gesichtsstrukturen selbst auf. In diesen Fällen ist die Zusammensetzung der Materialien im Mund kritisch. Für solche Untersuchungen wurden in den diagnostischen Zentren Barcelonas spezielle Protokolle entwickelt, um Artefakte zu reduzieren und die Patientensicherheit zu gewährleisten.